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BGE Bedingungsloses Grundeinkommen

Meiner Meinung braucht man bedingungsloses Grundeinkommen gar nicht durchrechnen ist einfach falsch.

Erstmal rege ich mich über die Begründung auf: Man bräuchte ein bedingungsloses Grundeinkommen da Vollbeschäftigung unmöglich sei.

Ich finde es mies den Leuten zu sagen „ihr kriegt eh keinen Job – also kriegt ihr einfach so Geld für nichts tun“

Man bekämpft dann die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit also nur symptomatisch und versucht nicht durch Rahmenbedingungen Arbeitsplätze zu schaffen. Die Arbeitslosen werden einfach nur noch alimentiert, für mich ist das das Aussetzen von fördern und fordern.

Für mich ist es daher nicht eine Frage ob es finanzierbar ob sogar günstiger ist. Ich finde es einfach nicht gut. Ich möchte lieber das Menschen beschäftigt sind. Ich möchte nicht das jemand ohne Aufwendungen ein Einkommen hat von dem man es sich bequem machen kann und andere dafür viele Stunden in der Woche anstrengen müssen.

Jetzt kann man natürlich sagen Erben haben auch Geld ohne Anstrengung erhalten, ja das ist richtig allerdings fallen sie auch niemanden zur Last. Außerdem haben sich die Vorfahren hoffentlich gezielt für ihre Nachkommen in Zeug gelegt. Hinzukommt das es dann ein Ersparnis ist und kein Einkommen ist. Und sowas muss ja, wenn man länger was davon haben will, investiert werden was ja auch eine Tätigkeit sein kann.

Edit:
PS. HartzIV ist keine Rente ab Jahr 0, und auch seit dem Fortentwicklungsgesetz eigentlich kein Arbeitslosengeld, sondern eher eine Grundsicherung für Arbeitssuchende.

Comments

  1. Ok, dann machen wir wieder Vollbeschäftigung. Alle Arbeitslosen bekommen eine Schaufel und am Vormittag buddeln sie ein loch aus und am Nachmittag schütten sie es wieder zu. Ist doch super, dann haben alle wieder eine Beschäftigung und niemand Faulentzt. Denn schon der feudalistische Adel wusste: „Wer nicht Arbeitet soll auch nicht Essen“.

    Man man manchmal muss man sich wirklich fragen… Arbeit ist doch kein Selbstzweck. Wenn wir es nun schaffen genauso viele Güter mit weniger Arbeit herzustellen dann ist das doch super, mehr Freizeit für Familie, Bildung oder andere Sinvolle Tätigkeiten. Kann einfach nicht verstehen warum sich die Leute dieser Arbeitsideologie unterwerfen 😉

    Lies dir mal das hier durch:

    http://www.archiv-grundeinkommen.de/werner/StZ-Interview-Goetz-Werner.pdf

    und dann guck die dieses Video an:

    http://www.youtube.com/watch?v=1-J_EzKm_70

    Na, woher sollen denn die ganzen Arbeitsplätze unter solchen Umständen kommen ? Sein wir doch lieber froh das die Menschen von der langweiligen und harten Arbeit befreit werden 😉

    Und ja, das es nie wieder vollbeschäftigung gibt das muss man den Leuten ganz offen und ehrlich sagen, alles andere wäre ja nur das Schüren von Falschen Hoffnungen und Versprechen die sich nie mehr einlösen lassen. Das macht die etablierte Politik ja derzeit (Obwohl die wissen das es nicht stimmt, selbst hochrangige EU Berater sprechen schon vom „Ende der Arbeit“).

    1. Ich finde es etwas pessimistisch das man in Zukunft sich oder anderen keine Aufgaben schaffen kann. Durch Innovation oder Bedürfnisse wird es immer Arbeit entstehen und durch den demografischen Wandel wird das immer Besser. Es gibt ja schon heute mehr Ausbildunsplätze als es Ausbildungsplatzsuchende gibt, leider geht man da zur Zeit auf beiden Seiten leer aus, weil entweder die Bildung unzureichend ist oder es nicht der Wunschberuf ist.

      Jeder der sich z.B. keine Lebenmittel selbst anbaut, muss sich diese bei einem Bauern besorgen, der diese gegen ein anderes Gut oder Dienstleistung (Arbeit) eintauscht. Insofern ist Arbeit kein Selbstzweck sondern dient dem Überleben. Wenn beim BGE der arbeitende Bauer seinem nichtarbeitendem Abnehmer Geld gibt damit er bei ihm wieder Lebensmittel kauft – dann hätte er sie ja gleich schenken können. 😉

      Herr Werner spricht da von einem Bürgergeld. Ich glaube auch das wir da eine Reform brauchen mit einer Art flexibler negativer Steuer. Auch ich glaube nicht daran das irgendwann komplett die Steuerzahler ausgehen a la ,,Warum sollte ich Arbeiten, wenn es auch so geht“ aber ich mache mir Sorgen das es in ein Ungleichgewicht gerät. Ich finde es sollte daher immer das Ziel sein, das Jemand alleine auf eigenen Beinen stehen kann und nicht von anderen abhängig ist, zumindest ist das der Anspruch den ich an mich selbst stelle. Ich glaube auch das Interesse an Bildung dann nachlassen wird, ich kenne traurigerweise genug Leute, die jetzt schon sagen:,,warum Lernen, Fortbilden etc., ich krieg doch sowieso Geld“. Insofern, Grundeinkommen ja, bedingungslos nein.

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