Ich flog vor drei Wochen nach Hanoi um an der Beerdigung meines Großvaters teilzunehmen. Man muss ja immer eine Weile vor Ort bleiben ansonsten zahlt man beim Flugticket ja den Geschäftskundentarif.

Ich flog am Freitag den 19. Februar um 12 Uhr am Flughafen Berlin-Schönefeld (SXF) los. Zwei Stunden später landete ich in Moskau Scheremetjevo (SVO). Ich hatte dann knapp etwas weniger als 3 Stunden Aufenthalt in Moskau. Ich war relativ froh das ich das gemacht hab. In Moskau muss man selbst im internationalen Transit noch mal durch Pass- und Sicherheitskontrollen. Ich weiß nicht ob ich an allen Lounges vorbeiging aber ich sah nur einen Burger King und zwei TGIF-Restaurants. Der Rest war Imperial Duty Free. In meinem Flieger Aeroflot SU290 nach Hanoi waren dann tatsächlich fast nur Vietnamesen aus Moskau, manche aus Prag, andere aus Warschau und eben ein paar auch aus Berlin.

Das ist irgendwie ganz anders als die Vietnam Airlines Flüge VN18 von Paris Charles De Gaulle oder VN36 von Frankfurt am Main. Diese Flüge sind mehr als die Hälfte voll mit Touristen, oft in Gruppen, so das oft diese Kaffeefahrt Atmosphäre aufkommt. Wo alle schnell empört sind wenn irgendwas nicht nach den Vorstellungen geht, und beim Essen ständig nach Schwarzbrot fragen.

Der Aeroflot Flug war voll mit Vietnamesen, die wie ich wahrscheinlich auch die 2x23kg Gepäck pro Person voll ausgenutzt haben. Manchmal gibt es so ein Fremdschämen. Wenn die Stewardessen in den Wahnsinn getrieben werden, weil Handgepäck noch irgendwo rumliegt, Sicherheitsgurte auch überhaupt nicht gebraucht werden, oder man auf der Startbahn oder Landeanflug noch schnell einfällt das man eigentlich noch auf Toilette will. Obwohl man 10 Minuten später das ja wesentlich komfortabler verrichten kann. Oder in Turbulenzen, wenn das Anschnallzeichen aufblinkt gibt es immer 5 Leute die sich genau dann abschnallen und spazieren gehen wollen. Es soll ja schon Leute gegeben haben die sich Genick und Kopfverletzungen zugezogen haben weil sie beim Absacken des Flugzeugs an der Decke gestoßen haben. Andererseits bewundere ich auch diese Eigenschaft sich einfach Anordnungen und Vorschriften zu widersetzen. Man soll sich von niemandem was sagen lassen!

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Am Samstag 9 Uhr landete ich dann in Hanoi, ich hatte kaum Schlafen können obwohl ich drei Plätze für mich allein hatte. Manche sagen ja Drachen hätten Glück im Jahr des Affen. Aber das Flugzeug schaukelte so sehr und wenn man seitlich liegt merkt man das noch mehr. Im Flugzeug kann ich nur schlafen wenn ich in Flugrichtung mit den Füßen voran liege. Zum Glück kann man in der Boeing 777 die Kopfstütze knicken so das man sich sogar ein wenig anlehnen kann.

Der Samstag war daher hauptsächlich vom ankommen und den Jetlag auskurieren geprägt. Am Sonntag war dann die Beerdigung und es ging bereits um 7 Uhr morgens los und wir kamen Abends bei Sonnenuntergang wieder nach Hause.

Am nächsten Tag gab es auch noch ein paar Zeremonien, doch dann kehrte auch so langsam wieder er Alltag ein, die Leute gingen wieder zur Arbeit und ich erkundete Hanoi.

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Diesmal lieh ich mir das Fahrrad von meinem Cousin, so konnte ich flexibel mich in der Stadt bewegen. Zur Zeit als ich in Hanoi war, waren auch gleichzeitig zwei andere Freunde von mir in Hanoi. Irgendwie ist das schon toll noch andere Leute dabei zu haben. Ich reise ja sonst immer alleine. Vielleicht sollte ich das mal ändern. Klar allein ist man unabhängig und kann mal Sachen einfach durchziehen oder irgendwo absteigen. Aber gemeinsam Reisen das wäre doch auch mal schön.

Da ich im Februar wieder begonnen habe, mich mehr um meine Fitness zu kümmern bin ich auch in Hanoi joggen gegangen. So rannte ich öfters mal zum Hồ Tây. Dort kann man ganz gut laufen finde ich. Das Wetter und die Luftfeuchtigkeit und so macht einem natürlich ein bisschen zu schaffen aber immerhin ist es nicht zu kalt. Ansonsten vergingen die Tage, ich traf ein paar Freunde und neue Leute. Dieses Jahr kam ich wesentlich besser zurecht, es macht sich bezahlt das ich wenigstens ein bisschen die Sprache gelernt habe.

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Bún Bò Huế và Nem Lụi

Ich war noch mal Salsa Tanzen ich war am Dienstag im S-Fire und ich kann auch am Freitag nur nahe legen umbedingt zur 20 Hàng Tre zu fahren. 5 Stock im Mayfair Building ist Beso Latino super volle Salsa Party. Und oft ist am Samstag im Keller bei Jazz Corner eine Salsa Liveband.

Der Rückflug begann in Hanoi um Dienstag den 1.3. um 10.45 und dieser war unruhiger aber irgendwie konnte ich gut schlafen hab nur einen Film geguckt, umgestiegen in Moskau und um 21:20 in Berlin gelandet. Nach acht Stunden Schlaf ging es dann Mittwochs wieder zur Arbeit.


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