Ich brauche eine Alternative zur Bahn.

Vor kurzem hat die GDL mal wieder für zwei Tage gestreikt. Und nächstes mal soll es „richtig lange Dauern“ (sic!). Das war schon etwas nervig, aber gerade so noch verkraftbar. Ich bin immer zu Zeiten zur Arbeit gefahren, als die Hauptverkehrt auf meiner Strecke durch war, ich musste halt dreimal umsteigen aber es ging. Nur die Rückfahrt war immer nervig. Die U9 Abends um 18 oder 19 Uhr war immer überfüllt, oder kam total verspätet weil die Ein- und Ausstiege in den Bahnhöfen viel länger dauerten. So brauchte ich eine Stunde und 45 Minuten nach hause für geplante 50 Minuten für die Strecke von 9 Kilometern. Daher kam ich immer viel zu spät zuhause und hab es gar nicht mehr zu meinem Salsa-Kurs geschafft, da hilft es auch nicht das die BVG ja noch fährt. Und in 2 Stunden hätte ich auch zu Fuß nach Hause gehen können. Dabei war man gar nicht wirklich langsam unterwegs, man hat nur bei den Umstiegen jedes mal zehn bis 15 Minuten nur gewartet.

„Hol dir doch einen kleinen Roller. Unabhängig und kostengünstig.“

–Martin

Ich will aber auch kein Auto fahren, dafür nehme ich wenn nötig, ein Car2go. Aber ich fahre auch sehr ungern Car2go da die Parkplatz suche doch immer bleibt. Und die Kosten schon enorm sind. Martin empfahl mir einen Roller zu nehmen. Individuell durch die Stadt auch Nachts (ohne Bahn-Pöbler) ohne auf den Nachtbus zu warten. Oder am Wochenende 20 Minuten auf den Zug zu warten.

Was mich bisher davon abhielt war immer den Sound von den Zweitaktmotoren die wegen geringem Wirkungskraft und wenig Kraft hohe Umdrehungszahlen brauchen um überhaupt etwas zu bewerkstelligen. Ich hab daher immer die Augen offen gehalten. Jetzt hab ich den Unu entdeckt, ein Elektroroller 50 bzw. 100 Kilometer Reichweite, 45 Kilometer pro Stunde schnell. Der Akku ist herausnehmbar und nach 5 Stunden voll. Außerdem ganz schick, das Design erinnert an eine Vespa.

Gut es gibt noch viele andere Elektroroller, aber die kosten Teilweise 3800€. Der Unu kostet in der Basis-Version etwas weniger als 1700€. Die Stromkosten für 100 Kilometer fahrt belaufen sich angeblich auf 70¢.

Was mir bei der Testfahrt vom Showroom1in der Torstraße 95 aus sehr gefiel, war natürlich das krasse Drehmoment ab Stillstand. Von normalen Rollern kennt man das das manche Fahrer am Anfahren noch etwas schlingern und dabei blaue Rauchschwaden hinterlassen, weil der Motor am Anfang einfach noch keine Power hat und sie Balanceprobleme bekommen. Leider konnte ich die 1000 Watt Version nicht testen. Ich bin mit dem 3000 Watt Motor gefahren und mit dem 2000 Watt Motor. Auch in der 2000 Watt Konfiguration konnte ich den Weinbergsweg / Kastanienallee in voller Geschwindigkeit hochfahren. Tja, ansonsten ist es ein Roller wie jeder andere auch, Drehgriff zum beschleunigen, Bremsen (die Rekuperation wird über den Bremslichtsensor ausgelöst), Blinker, nur kein Sound.

Was mir nicht so gefällt ist das Staufach unter dem Sitz ist extrem klein. Es reicht halt für zwei Akkus, aber wenn man ein Akku drin hat ist nur noch so ein schmaler Teil frei. Wenn man den Helm nicht an den Haken vorne hängen möchte braucht man noch eine kleine Box.

Jetzt bin ich wirklich am überlegen mir so ein Teil zu zu legen. Bei einer Fahrleistung von 140 Kilometern pro Woche würde mich der Strom 98¢ kosten. Und den Kaufpreis müsste man auch noch mal umlegen. Dann müsste man das ganze Vergleichen mit meinem ÖPNV-Abo. Für BVG und S-Bahn gebe ich zurzeit etwa 720€ im Jahr aus. Sprich in etwas mehr als zwei Jahren hätte sich der Roller gerechnet. Ich glaube aber das man das so nicht sehen darf. Viele Fahrräder (Ich selbst fahre ein Crossrad, also ein Fahrrad mit Mountainbike-Rahmen aber mit Slicks Bereifung) kosten genauso viel. Und der Komfort zu jeder Zeit fahren zu können ist auch ganz praktisch. Donnerstags und Sonntag fahre ich immer sehr früh vom Soda los nur um noch die Bahn zu bekommen.


https://instagram.com/p/2Maq0vE4ts/

Unu

~1700€
0

Pros

  • Preis
  • Beschleunigung

Cons

  • Kleines Fach
aus sehr gefiel, war nat\u00fcrlich das krasse Drehmoment ab Stillstand. Von normalen Rollern kennt man das das manche Fahrer am Anfahren noch etwas schlingern und dabei blaue Rauchschwaden hinterlassen, weil der Motor am Anfang einfach noch keine Power hat und sie Balanceprobleme bekommen. Leider konnte ich die 1000 Watt Version nicht testen. Ich bin mit dem 3000 Watt Motor gefahren und mit dem 2000 Watt Motor. Auch in der 2000 Watt Konfiguration konnte ich den Weinbergsweg \/ Kastanienallee in voller Geschwindigkeit hochfahren.\u00a0Tja, ansonsten ist es ein Roller wie jeder andere auch, Drehgriff zum beschleunigen, Bremsen (die Rekuperation wird \u00fcber den Bremslichtsensor ausgel\u00f6st), Blinker, nur kein Sound.\n\nWas mir nicht so gef\u00e4llt ist das Staufach unter dem Sitz ist extrem klein. Es reicht halt f\u00fcr zwei Akkus, aber wenn man ein Akku drin hat ist nur noch so ein schmaler Teil frei. Wenn man den Helm nicht an den Haken vorne h\u00e4ngen m\u00f6chte braucht man noch eine kleine Box.\n\nJetzt bin ich wirklich am \u00fcberlegen mir so ein Teil zu zu legen. Bei einer Fahrleistung von 140 Kilometern pro Woche w\u00fcrde mich der Strom 98\u00a2 kosten. Und den Kaufpreis m\u00fcsste man auch noch mal umlegen. Dann m\u00fcsste man das ganze Vergleichen mit meinem \u00d6PNV-Abo. F\u00fcr BVG und S-Bahn gebe ich zurzeit etwa 720\u20ac im Jahr aus. Sprich in etwas mehr als zwei Jahren h\u00e4tte sich der Roller gerechnet. Ich glaube aber das man das so nicht sehen darf. Viele Fahrr\u00e4der (Ich selbst fahre ein Crossrad, also ein Fahrrad mit Mountainbike-Rahmen aber mit Slicks Bereifung) kosten genauso viel. Und der Komfort zu jeder Zeit fahren zu k\u00f6nnen ist auch ganz praktisch. Donnerstags und Sonntag fahre ich immer sehr fr\u00fch vom Soda los nur um noch die Bahn zu bekommen.\n\n\n\nhttps:\/\/instagram.com\/p\/2Maq0vE4ts\/","author":{"@type":"Person","name":"ematti"},"datePublished":"2015-05-03"}}

Fußnoten

Fußnoten
1 in der Torstraße 95
2 in der Torstra\u00dfe 95

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